Hilde Domin, Michael Hamburger: Der Briefwechsel 1963–68 - Berlin
Für Michael Hamburger musste jedes Gedicht geschrieben werden, als sei es das letzte. Diese existentielle Auffassung von Poesie prägt auch den Briefwechsel mit Hilde Domin. Beide haben die Erfahrung des Exils gemacht, daraus aber unterschiedliche Schlüsse gezogen. Während die Muttersprache für Domin das „Unverlierbare“, das „unabnehmbare Zuhause“ bleibt, kann Hamburger seinem Deutsch „nicht mehr trauen“, bewegt sich darin wie einer, der „auf Krücken“ geht. In der in SINN UND FORM 2/2026 erstmals veröffentlichten Korrespondenz geht es um das ›carrying over‹ zwischen den Sprachen und das Übersetzen als kompensatorische Strategie, das Ausgestoßensein der Exilierten und die Wiederbegegnung mit einem Land, das längst ein anderes geworden ist. Über diesen intensiven lyrischen Austausch und die Suche nach der labilen Wahrheit des Gedichts spricht Matthias Weichelt, Chefredakteur von SINN UND FORM, mit dem Literaturwissenschaftler und Herausgeber des Briefwechsels Till Greite (University of London) und der Autorin Marion Poschmann, von der zuletzt 2025 die ›Verslegende‹ »Die Winterschwimmerin« (Suhrkamp, 2025) erschien. In Zusammenarbeit mit SINN UND FORM.
In der Reihe ›Fundsache Original‹
Moderation: Matthias Weichelt
Bild: Hilde Domin, Mai 98 © Renate von Mangoldt
Ermäßigung
Ermäßigung gilt für Schüler·innen, Student·innen, Erwerbslose (berlinpass), Schwerbehinderte (Begleitpersonen erhalten freien Eintritt mit separatem Ticket). Bitte entsprechenden Nachweis mitbringen. Veranstaltungssaal: Zum Eingang des LCB führt eine Treppe mit fünf Stufen. Das Gebäude ist auch über einen Fahrstuhl zugänglich, der sich durch das Einlasspersonal bedienen lässt. Wir bitten daher um vorherige Anmeldung bis einen Tag vor der Veranstaltung per Mail an mail@lcb.de oder per Telefon (030 816 996 0). Vielen Dank! Garten: Der Zugang zum Garten ist ebenerdig. Das Gartentor schließt Ihnen das Einlasspersonal gerne auf. Die Bühne auf der Terrasse hinter dem Haus ist mit dem Rollstuhl erreichbar. Die Seebühne ist leider für Rollstuhlfahrer∙innen nicht zugänglich. WC: Ein barrierefreies WC ist vorhanden. Ticket: Wenn Sie einen Schwerbehindertenausweis haben, erhalten Sie ermäßigten und Ihre Begleitperson freien Eintritt. Anreise: Der nahegelegene S-Bahnhof Wannsee verfügt über Aufzüge.
Zusätzliche Informationen
Einlass: 18:30